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Taufe Jesu

Evangelium: Markus 1, 7-11

In jener Zeit trat Johannes in der Wüste auf und verkündete: Nach mir kommt einer, der ist stärker als ich; ich bin es nicht wert, mich zu bücken, um ihm die Schuhe aufzuschnüren.
Ich habe euch nur mit Wasser getauft, er aber wird euch mit dem Heiligen Geist taufen.
In jenen Tagen kam Jesus aus Nazaret in Galiläa und ließ sich von Johannes im Jordan taufen. Und als er aus dem Wasser stieg, sah er, dass der Himmel sich öffnete und der Geist wie eine Taube auf ihn herabkam. Und eine Stimme aus dem Himmel sprach:
Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Gefallen gefunden.

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Gedanken zum Evangelium

Die Menschen die zu Johannes in die Wüste kamen, waren Sünder und einige Neugierige, sie fühlten sich von Johannes angesprochen, obwohl er mit diesen Leuten nicht gerade zimperlich umging. So hören wir in einer Schriftstelle beim  Evangelisten Lukas, dass Johannes das Volk als Schlangenbrut beschimpft. Jeder, der sich von Johannes taufen lies, musste sich als Schuldiger fühlen - und es bildete sich eine lange Schlange von umkehrwilligen Sündern vor Johannes dem Täufer.
In diese Reihe der reumütigen Sünder stellt sich auch Jesus. Er stellt sich nicht auf die Seite des Johannes, sondern auf die Seite der Sünder. Jesus identifiziert sich mit den Sündern. Der Evangelist Lukas deutet dies geheimnisvoll an, wenn er Jesus am Ende seines Lebens sagen lässt - Ich sage euch - an mir muss sich das Schriftwort erfüllen; er wurde zu den Verbrechern gerechnet. Jesus findet sich bei den Sündern und lässt sich wie alle anderen zum Zeichen der Umkehr und der Vergebung der Sünden taufen. Jetzt, nach dieser Umkehrtaufe öffnet sich der Himmel. Jetzt ergreift der Geist Besitz von ihm; jetzt erst hört er die Stimme aus dem Himmel: Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Gefallen gefunden. Jesus, der sich zu den Verbrechern rechnen lässt und sich in der Reihe der Sünder findet, wird von Gott nicht verurteilt, sondern geliebt! Gott findet an einem Solchen Gefallen. Was mag in Jesus vorgegangen sein, als er nicht mehr den Umkehrruf des Johannes, sondern den Liebenserweis Gottes gehört hat?
Über diesen innersten Punkt bei Jesus schweigen die Evangelien. Sicher ist, dass Jesus von da an sein öffentlichen Wirken beginnt: Nach einem kurzen Rückzug in die Wüste wendet er sich den Menschen zu. Jesus beruft die ersten Jünger, heilt Menschen von allerlei Krankheiten und Gebrechen, schließlich ist er zu Gast bei Zöllnern und Sündern. Jesus findet sich auf der Seite der Opfer wieder.
Johannes der Täufer hatte die Menschen als Sünder im Blick, Jesus sieht die Menschen als Opfer, als Menschen, die durch Sünde verletzt wurden und Heilung brauchen. Später, als die Pharisäer und Schriftgelehrten ihn einmal zur Rede stellen, weil er bei Levi zuhause mit Zöllnern und Sündern zu Tisch sitzt, antwortet Jesus: Nicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern die Kranken. Ich bin gekommen, um die Sünder zu rufen, nicht die Gerechten. Jesus sieht die Menschen und die Welt mit einem anderen Blick - Der Mensch ist nicht zuerst ein Sünder, sondern ein Opfer; und weil er ein Opfer ist, handelt er nicht mehr frei, sondern wird selbst zum Täter.
Jesu Gotteserfahrung am Jordan war wohl: Der in der Reihe der Sünder Stehende ist trotz allem ein von Gott Geliebter. Jesus macht es wie Gott: er beginnt im Sünder den Menschen zu lieben. Ganz deutlich spiegelt sich diese Jordanerfahrung in der Begegnung mit Zachäus. Jesus verlangt von ihm nicht die Umkehr - wie sie Johannes gefordert hat, sondern er kehrt bei diesem Sünder ein und sagt:
Heute ist diesem Haus das Heil geschenkt worden, weil auch dieser Mann ein Sohn Abraham ist. Denn der Menschensohn ist gekommen um zu suchen und zu retten, was verloren war. Amen.

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