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Hl. DREIFALTIGKEIT

Evangelium: Markus 28, 16-20


In jener Zeit gingen die elf Jünger nach Galiläa auf den Berg, den Jesus ihnen genannt hatte.
Und als sie Jesus sahen, fielen sie vor ihm nieder. Einige aber hatten Zweifel.
Da trat Jesus auf sie zu und sagte zu ihnen:
Mir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf der Erde.
Darum geht zu allen Völkern, und macht alle Menschen zu meinen Jüngern;
tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe. Seid gewiss:
Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt.


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Gedanken zum Evangelium

In einer Legende fragt einmal ein Schüler seinen Lehrer: Was muss ich tun, um Gott zu sehen?
Der Lehrer antwortet: Wenn du die Sterne sehen willst, so geh hinaus in die Nacht. Willst du die Vögel hören, so setze dich unter einen Baum. Wenn du aber Gott anschauen willst, so geh auf die Straße, und schau die Menschen an.
In diesem Gespräch hören wir sehr viel über Gott. Wir können hier sehr viel über die Beziehungen des Menschen zu Gott herauslesen. Sogar in den Sternen und bei den Vögeln sehen wir Hinweise auf Gott.
Der Stern kann uns Wegweiser für die Reise unseres Lebens sein. „Wir haben seinen Stern aufgehen sehen und sind gekommen, um ihm zu huldigen“, sagen die Weisen aus dem Morgenland. Vielleicht können wir zu den Sternen in der Nacht auch sagen,  dass viele Menschen Gott erst in Not und Leid entdecken.
Der Hinweis auf die Vögel, die in den Bäumen zwitschern, kann uns sagen, wie sehr Gott uns auch aus der Natur anspricht, aus der Welt der Pflanzen und der Tiere. Gott schenkt auch ihnen das Leben; so ist ihr Leben ein Zeichen für den lebendigen Gott.
Ganz besonders aber und das ist die eigentliche Aussage dieser Legende, können wir Gott in unseren Mitmenschen erkennen.
Hier melden sich aber sofort leichte Zweifel an! Sind es nicht Menschen, die so viel Böses, Unheimliches und Unmenschliches auf diese Erde bringen können?
Spricht nicht aus ihren Augen oft Fanatismus und Hass? Sind nicht sie es, die den Unfrieden in die Welt tragen? Sind es nicht Menschen mit ihrem Egoismus,  die Liebe Gottes verleugnen?
Wie sollen wir in diesen Menschen Gott erkennen?
Das heutige Evangelium und auch diese kleine Geschichte wollen uns sagen: Der dreifaltige Gott, dessen Fest wir am heutigen Sonntag feiern, ist nicht fern, sondern er lebt in unseren Straßen. Da, wo sich das Leben der Menschen abspielt, ist er anwesend. Wenn Gott auch nicht in jedem Menschen sichtbar wird, so ist er doch in jedem gegenwärtig.
Manchmal wird zwar das Antlitz Gottes durch menschliche Schuld entstellt; oft aber leuchtet es auf: in der Treue zweier Menschen zueinander, in der Hilfeleistung für einen Armen, in der Versöhnung verfeindeter Menschen oder in der Hoffnung auf ein befreiendes, gutes Wort. Am deutlichsten erkennen wir Gott und seinen Geist in der Gestalt und in der Botschaft Jesu.
In ihm ist Gott uns unbeschreiblich nahe.
Gott ist unter uns gegenwärtig mit seinem Wohlwollen und mit seiner Liebe. Er ist in jedem Menschen, auch wenn dieser ihn noch nicht erkannt hat.
Diese Gewissheit können wir nicht für uns behalten, sondern wir müssen sie an unsere Mitmenschen weitergeben.
Ich bin bei euch alle Tage bis ans Ende der Welt, diese Zusage haben wir, und diese Zusage Gottes gilt es weiterzugeben. Christen - ob evangelisch oder katholisch oder orthodox, sind nicht zuerst auf der Welt, um ihre Kirchen zu füllen, sondern um ihre Mitmenschen Gott näher zu bringen. Gott ist uns immer nahe und wir können ihn erleben als väterlich oder mütterlich, als geschwisterlich, als jemanden, mit dem uns Blutsverwandtschaft verbindet und schließlich als unheimlich energiereich und gefühlvoll – wir können ihn erleben als guten und lebendigen Gott.  Amen.

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