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CHRISTKÖNIGSONNTAG

Evangelium: Johannes 18, 33b-37

In jener Zeit fragte Pilatus Jesus: Bist du der König der Juden?
Jesus antwortete: Sagst du das von dir aus, oder haben es dir andere über mich gesagt?
Pilatus entgegnete: Bin ich denn ein Jude? Dein eigenes Volk und die Hohenpriester haben dich an mich ausgeliefert. Was hast du getan? Jesus antwortete: Mein Königtum ist nicht von dieser Welt. Wenn es von dieser Welt wäre, würden meine Leute kämpfen, damit ich den Juden nicht ausgeliefert würde. Aber mein Königtum ist nicht von hier.
Pilatus sagte zu ihm: Also bist du doch ein König? Jesus antwortete:
Du sagst es, ich bin ein König. Ich bin dazu geboren und dazu in die Welt gekommen, dass ich für die Wahrheit Zeugnis ablege. Jeder, der aus der Wahrheit ist, hört auf meine Stimme.

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Gedanken zum Evangelium

Ein sehr junges Fest das wir heute feiern, das Christkönigsfest. Papst Pius XI. hat es anlässlich des Heiligen Jahres 1925 zum Gedenken an das Konzil von Nicäa eingesetzt, das 1600 Jahre zuvor stattgefunden hat.
Ca. 10 Jahre später, also schon in der Zeit des Nationalsozialismus spielt in der katholischen Kirche, im besonderen bei der katholischen Jugend, das Bekenntnis zu Christus dem König eine große  Rolle, denn so sich junge Katholiken vom Führerkult der Nationalsozialisten abgrenzen.
schon seit Beginn des 20. Jahrhunderts feierten die katholischen Jugendverbände am Dreifaltigkeits-sonntag den so genannten Bekenntnissonntag.
In Gottesdiensten, Fahnenabordnungen und Feiern bekannten sie ihre Zugehörigkeit zu Christus.
Als nun die Nationalsozialisten das Reichssportfest einsetzten und am Dreifaltigkeitssonntag festlegten, wählte die katholische Jugend als ihren Bekenntnistag den Christkönigsonntag am letzten Sonntag im Oktober. Die Liturgiereform des II. Vatikanischen Konzils legte das Christkönigsfest auch auf den letzten Sonntag des Kirchenjahres.
Soviel zur Entstehung des Festes.
Im heutigen Abschnitt des Evangeliums stehen sich zwei grundverschiedene Welten gegenüber:
die irdische Welt und die Welt Gottes. Oder anders gesagt: die Macht der Herrschaft und Gewalt, in der Person des Pontius Pilatus - und die Macht der Herrschaftslosigkeit und der Gewaltlosigkeit, die Macht der Liebe in Person des Jesus von Nazareth.
Mit einer Krone auf dem Haupt steht Jesus heute vor Pilatus, allerdings mit einer ganz anderen Krone als der des römischen Kaisers, dessen Statthalter Pilatus ist. Mit einer Dornenkrone steht Jesus Pilatus nun gegenüber. So wird die Dornenkrone ein bildhaftes Zeichen für die Worte Jesu: Mein Reich ist nicht von der Art der irdischer Reiche, meine Macht ist nicht vom Schlag der irdischer Macht. In meinem Reich gibt es kein Herrschen, sondern einzig und allein Dienen und Dasein für andere.
Jesus von Nazareth hat die Kirche gegründet als Zeichen und Werkzeug des Reiches Gottes in unserer Welt. Auch wir, also jeder einzelne von uns, ist also  auch so ein Zeichen - ein Werkzeug des Reiches Gottes. Wir sollen durch unser Leben, unser Reden und Tun auch ein wenig Zeugnis geben für Gott und sein Reich.  Wo und was aber ist Gottes Reich?
Im Religionsunterricht bei Berufsschülern wurde einmal die Frage gestellt: „Stellt euch einmal vor, in der nächsten Nacht fängt das Reich Gottes an!  Woran würden wir das morgen merken?“
Zunächst einmal haben die Antworten der Schüler die Sehnsucht dieser jungen Menschen nach dem Reich Gottes gezeigt. Sie haben aber mit ihren Antworten auch Möglichkeiten gefunden, wie wir Menschen, durch unser Leben Zeugnis für Gott und sein Reich geben können.
Hier einige dieser Antworten:
„Alle Kriege sind zu Ende. Es ist überall Frieden auf der Welt.“
„Hass, Feindschaft und Gewalt hören auf.“ „Menschen üben keine Macht mehr aus über andere.“  „Menschen tun einander nicht mehr weh.
Sie fügen dem andern kein Leid mehr zu.“ „Ausbeutung und Zerstörung der Natur sind für immer vorbei." „Die Angst ist weg.
Und Menschen machen einander nicht mehr Angst.“ "Es gibt das Töten und den Tod nicht mehr."
Ja, das wäre es und es ist Aufgabe der Kirche und jedes einzelnen Christen, diese Botschaft Jesu Christi vom Reich Gottes immer tiefer zu erfassen und in Wort und Tat zu verkünden.  Wie soll das gehen?
Jeder neue Tag schenkt uns neue Möglichkeiten, Schritte zu setzen, dass unsere Welt ein wenig menschlicher, liebevoller, friedlicher und gerechter wird und jeder kleine oder größere Schritt in diese Richtung ist ein Zeugnis für Gott und sein Reich.
Wenn wir das Vater unser beten, dann beten wir: „Dein Reich komme“.
Wenn wir also diese Bitte aussprechen, dann soll das kein leeres Plappern und keine gedankenlose Floskel sein, die wir vielleicht einmal als Kinder auswendig gelernt haben.  „Dein Reich komme.“ –
Ist uns eigentlich bewusst, um was wir da bitten? Diese Bitte soll unsere ehrliche Bereitschaft ausdrücken, das Reich der Liebe Gottes in unserer Welt auch durch unser Leben, durch unser Reden und Handeln erfahrbar, sichtbar und spürbar zu machen.
Ich lade Euch ein, besonders heute das Vater unser etwas aufmerksamer zu beten.

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