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5. SONNTAG DER OSTERZEIT

Evangelium: Johannes 15, 1-8

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:
Ich bin der wahre Weinstock, und mein Vater ist der Winzer.
Jede Rebe an mir, die keine Frucht bringt, schneidet er ab, und jede Rebe,
die Frucht bringt, reinigt er, damit sie mehr Frucht bringt.
Ihr seid schon rein durch das Wort, das ich zu euch gesagt habe. Bleibt in mir,
dann bleibe ich in euch. Wie die Rebe aus sich keine Frucht bringen kann, sondern nur,
wenn sie am Weinstock bleibt, so könnt auch ihr keine Frucht bringen, wenn ihr nicht in mir bleibt.
Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und in wem ich bleibe,
der bringt reiche Frucht; denn getrennt von mir könnt ihr nichts vollbringen.
Wer nicht in mir bleibt, wird wie die Rebe weggeworfen, und er verdorrt.
Man sammelt die Reben, wirft sie ins Feuer, und sie verbrennen. Wenn ihr in mir bleibt
und wenn meine Worte in euch bleiben, dann bittet um alles, was ihr wollt: Ihr werdet es erhalten.
Mein Vater wird dadurch verherrlicht, dass ihr reiche Frucht bringt und meine Jünger werdet.

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Gedanken zum Evangelium

Hier im Burgenland sind wahrscheinlich viele damit vertraut, wie Weinberge und Weingärten angelegt sein müssen, wie sie das Jahr über betreut werden und wie die einzelnen Weinstöcke für einen möglichst guten Ertrag zu behandeln sind.
Auch im Heiligen Land – in Palästina und dem heutigen Staat Israel – gehört der Weinbau zum  täglichen Lebens. Der Wein erfreut das Herz des Menschen – das hören wir schon im Psalm 104,15 aus dem alten Testament. Es handelt sich also um eine gute Gabe des Schöpfers, die aber nur in richtigem Maß zu genießen ist.
Unser Herr Jesus Christus hat dieses Gabe der Natur geheiligt, indem er Brot und Wein zum Zeichen seiner Gegenwart unter uns in der heiligen Eucharistie gemacht hat. Durch die ihm von Gott verliehene Vollmacht darf der Priester in der Person Christi das eucharistische Opfer feiern, wodurch das Brot zum Leib Christi und der Wein zum Blut Christi wird. Der Leib des Herrn ist so wahrhaft eine Speise, und sein Blut ist wahrhaft ein Trank. Wir glauben ja an den unter den Gestalten von Brot und Wein im heiligsten Sakrament des Altares bei uns gegenwärtigen Herrn  und wir beten ihn an, Ihn unseren Herrn Jesus Christus der unser wahres Leben ist!
So darf es uns auf diesem Hintergrund nicht überraschen, dass Jesus das Bild vom Weinstock und den Reben als bevorzugtes Gleichnis verwendet, um uns zu zeigen, in welcher Weise wir Menschen mit Gott verbunden sein sollen. So wie die einzelnen Rebzweige all ihre Kraft und Energie dadurch erhalten, dass sie mit dem Weinstock verbunden sind, so soll es auch bei uns sein. Denn, nur in einer lebendigen Verbindung mit Christus, dem wahren Gott und Menschen, können wir das wahre Leben haben.
Darum sagt Jesus: „Getrennt von mir könnt ihr nichts vollbringen“. Die Kraft zum wirklich Guten, das wir auf Dauer vollbringen, auch gegen alle Widerstände um uns und in uns – diese Kraft kann uns nur Gott schenken durch seinen Heiligen Geist, der in uns wohnt und uns das Leben der Gnade vermittelt.
Als Christen gehören wir zu Jesus Christus, dem Herrn. Und wir alle sind wie Rebzweige eingefügt in den Weinstock, der Christus ist. Wenn wir einen solchen Rebzweig vom Weinstock trennen, dann stirbt er ab und verdorrt. Genau das geschieht also, wenn sich ein Mensch von Gott trennt durch eine bewusst und freiwillig begangene schwere Sünde.
Und, so geht das göttliche Leben verloren.
Der Mensch verdorrt, wie ein abgestorbener Rebzweig, der zu nichts mehr taugt. Jesus sagt uns sogar, dass er ins Feuer geworfen und verbrannt wird. Freilich auch dieses Bild hat seine Grenzen. Denn ein dürrer und abgestorbener Rebzweig kann nicht wieder eingepflanzt und belebt werden. Aber wir Menschen können durch die von Gott geschenkte Vergebung in der heiligen Beichte das Leben mit Gott wieder neu gewinnen. Wir können durch Gottes Gnade wieder neu auferweckt werden mit Christus, der ja für uns alle gestorben ist. Auf diese Weise können wir wieder neu eingepflanzt werden in den Weinstock, der Christus ist.
Gott möchte uns natürlich auf jeden Fall davor bewahren, das wir uns von ihm trennen. Darum ist es so wichtig für uns, im Gebet die Verbindung mit Gott zu pflegen und die heiligen Sakramente zu empfangen. Im Besonderen ist es die würdige empfangene heilige Kommunion, die uns mit dem Weinstock Christus verbindet und alle Prüfungen und Unannehmlichkeiten, die das Leben für uns bereit hält, sollen uns nicht entmutigen, denn sie sind Zeichen der Liebe Gottes des Vaters. So wie der gute Winzer die einzelnen Reben reinigt und beschneidet, damit sie mehr Frucht bringen. So werden auch wir Menschen von Gott gepflegt.
Er hat uns aber einen freien Willen gegeben, er lässt  uns auch unsere eigenen Wege gehen. Dabei lässt er auch so manches zu, um uns in der Liebe und Treue zu erproben und um unsere Hingabe an seinen heiligen Willen noch mehr zu stärken.
Vertrauen wir uns also der Liebe Gottes ganz an und bemühen wir uns täglich um noch mehr Treue in der Erfüllung der Gebote Gottes und um ein Leben aus einer Grundhaltung von Glaube, Hoffnung und Liebe!

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