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20. SONNTAG IM JAHRESKREIS

Evangelium: Johannes 6, 51-58

In jener Zeit sprach Jesus zu der Menge:
Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist.
Wer von diesem Brot isst, wird in Ewigkeit leben.
Das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch, ich gebe es hin für das Leben der Welt.
Da stritten sich die Juden und sagten: Wie kann er uns sein Fleisch zu essen geben?
Jesus sagte zu ihnen: Amen, amen, das sage ich euch:
Wenn ihr das Fleisch des Menschensohnes nicht eßt
und sein Blut nicht trinkt, habt ihr das Leben nicht in euch.
Wer mein Fleisch ißt und mein Blut trinkt, hat das ewige Leben,
und ich werde ihn auferwecken am Letzten Tag.
Denn mein Fleisch ist wirklich eine Speise, und mein Blut ist wirklich ein Trank.
Wer mein Fleisch ißt und mein Blut trinkt, der bleibt in mir, und ich bleibe in ihm.
Wie mich der lebendige Vater gesandt hat und wie ich durch den Vater lebe,
so wird jeder, der mich ißt, durch mich leben.
Dies ist das Brot, das vom Himmel herabgekommen ist.
Mit ihm ist es nicht wie mit dem Brot, das die Väter gegessen haben; sie sind gestorben.
Wer aber dieses Brot ißt, wird leben in Ewigkeit.

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Gedanken zum Evangelium

Essen und trinken - ist für uns selbstverständlich und für den Körper ist es eine tägliche Notwendigkeit.
Ohne Essen und ohne Trinken kann der Mensch nicht leben und er wird zugrunde gehen. Es würde ein wesentlicher Teil der Energiezufuhr für unseren Körper fehlen, der ja einem Kraftwerk gleicht, in dem die aufgenommenen Nährstoffe umgewandelt werden um die Zellen unseres Körpers am Leben zu erhalten, zu erneuert und zu regeneriert. Wenn Menschen längere Zeit nicht oder nicht genügend zu essen haben, werden sie zugrunde gehen oder sie werden Opfer von vielerlei Mangelerscheinungen, Schwächen und Krankheiten. Für unseren Leib ist es also eine Selbstverständlichkeit, dass wir gut für ihn sorgen. Aber gilt das auch nur in einem ähnliche Maß für unsere Seele? Ist uns die eigene Seel-Sorge auch so wichtig wie die Leib-Sorge?
Unsere Körper sieht man es ja bald an, wenn er nicht richtig ernährt wird, aber wenn es der Seele schlecht geht, dann bleibt das meist noch sehr lange versteckt  und nur wenige können erahnen, was im Herzen eines Menschen so vor sich geht.
Jesus Christus, der Sohn Gottes, wusste, was im Menschen ist, er hat sich des ganzen Menschen angenommen: Er heilte viele Kranke und Leidende, und er trieb Dämonen aus.
Seine Hauptsorge gilt aber immer dem inneren Leben der Menschen, ihrer Seele und ihrer Beziehung zu Gott. Dazu ist er ja in die Welt gekommen, um alle Menschen zu lehren, welch köstliche Speise es für die Seele ist, den Willen Gottes zu tun! Jesus möchte uns Leben schenken, Leben in Fülle.
Dieses Leben soll aber nicht darin bestehen, dass man sich die Bäuche vollschlägt und bis zum Überdruss isst und trinkt, sondern im Frieden des Herzens, in der Erfülltheit des inneren Menschen von der Liebe zu Gott und zu den Nächsten lebt.
Ist es da verwunderlich, wenn wir heute hören, dass uns Jesus eine eigene Seelenspeise schenkt und für immer hinterlassen hat?  Jesus spricht heute wieder vom Brot des Lebens, das er uns gibt, und er sagt uns auch, dass dies sein Fleisch ist für das Leben der Welt. Und er nennt uns auch ein Getränk für das ewige Leben: Sein Blut, das er aus Liebe für uns am Kreuz vergossen hat.
Ja, wir können sagen: Er selber, der wahre Mensch und Gott, unser Herr Jesus Christus, ist unsere Speise und unsere Nahrung geworden. Er selbst hat sich uns geschenkt unter den verwandelten Gaben von Brot und Wein und ist in der Heiligen Eucharistie unsere Speise geworden.
Vor wenigen Tagen haben wir das Hochfest der leiblichen Aufnahme Mariens in den Himmel gefeiert.
Bedenken wir aber einmal: Der Leib, den uns die Jungfrau Maria geboren hat, ist unter uns immer gegenwärtig unter der Gestalt des Brotes. Es ist der heiligste Leib Christi, den wir in Liebe und Ehrfurcht empfangen dürfen. Wissen wir das aber auch genügend zu schätzen?  Empfangen wir den Leib des Herrn mit Glauben und in Anbetung, oder gehen wir gedankenlos zur Heiligen Kommunion, weil es halt alle so tun? Prüfen wir uns einmal selber, ob wir auch gut vorbereitet sind, ob nicht doch in unserem Herzen das eine oder Andere dem Herrn entgegensteht – denn dann würden wir ihn zwar äußerlich empfangen – mit dem Munde – aber nicht mit dem Herzen. Denn die himmlische Speise gereicht uns nur dann zu Heil und zum Segen, wenn wir sie in würdiger Weise empfangen.
Freuen wir uns also, dass der Herr so gut zu uns ist! Er schenkt uns Nahrung für Leib und Seele. Seine göttliche Vorsehung geleitet uns an jedem Tag.
Diese heilige Speise kann unser Proviant für den Pilgerweg des Glaubens sein, den wir auf Erden zu gehen haben. Der heilige Leib des Herrn und sein Blut können uns Nahrung und Heilmittel in vielen Widrigkeiten und Schwierigkeiten des Lebens sein. Ist das nicht wunderbar vom Herrn zu hören, dass jeder, der seinen Leib isst und sein Blut trinkt, in Christus bleibt und er in uns? Ja, Gott ist uns unsagbar nahe, denn er ist einer von uns geworden.
Durch die heilige Kommunion werden wir immer mehr einverleibt in seine Gemeinschaft, die wir Kirche nennen. Denn die Kirche ist der mystische Leib Christi. So sollen wir alle gleichsam heranwachsen in Glaube und Liebe, bis wir zusammen mit ihm das Ziel erreicht haben und Anteil erhalten an seiner himmlischen Herrlichkeit!  Amen.


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